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Gesundheitspädagogik

Das gesundheitspädagogische Arbeitskonzept:

Gesundheitspädagogik hat zum Ziel, individuelle Verhaltensspielräume, die den Erhalt und der Stärkung der Gesundheit dienen, zu entwickeln und zu erweitern.

Gesundheitspädagogik versteht sich als ganzheitlicher Ansatz der sämtliche im Dimensionenmodell der menschlichen Person vorhandenen Möglichkeiten eines Menschen, also seine potentiellen Seinsweisen und Wesenszüge fördern und weiterentwickeln möchte.
 
Ziel ist ein in allen Dimensionen gesunder Organismus, der in der Lage ist, sich selbst zu versorgen, in dem er sich die notwendige Energie verschafft und zuführt, der dazu fähig ist, sich zu erhalten, in dem er sich regelmäßig beansprucht und betätigt, und dem es gelingt, sich den periodischen Veränderungen der Umwelt und seinen eigenen rhythmischen Prozessen anzupassen.
 
Die Aufgabe des Gesundheitspädagogen besteht darin, ein Ungleichgewicht des Organismus und daraus resultierende mögliche Konsequenzen frühzeitig wahrzunehmen, fachlich fundierte und differenzierte Maßnahmen, die auf das Individuum zugeschnitten sind, zu entwerfen und durch die Ausführung dieser Maßnahmen Lernprozesse anzuregen, die allmählich eine Eigendynamik entwickeln, die den Klienten von der Pädagogin unabhängig macht.
 
Wichtig ist das Wissen um die Zeit, die ein solcher Prozess braucht. Veränderungen geschehen nicht von heute auf morgen. Situationen entstehen über Zeit – Räume und vergehen und verändern sich in einem je eigenem Tempo. Rituale können die Lernprozesse dauerhaft unterstützen.
 
Die Kenntnis humanbiologischer und psychologischer Zusammenhänge in Kombination mit angewandter Pädagogik ermöglicht ein sinnvolles und wirksames gesundheitspädagogisches Handeln, das sich vom therapeutischen Ansatz grundsätzlich unterscheidet: es baut auf bereits Vorhandenem auf und entwickelt und fördert in positivem Sinn, mit dem Ziel der Lebensfreude und Selbstverwirklichung.
 
Quelle: AK für Gesundheitspädagogik e.V.